Schuldnerberatung in der Straffälligenhilfe
Dienstag, 29. November 2016

Die Justizministerinnen und Justizminister der Bundesländer haben bei ihrer Frühjahrskonferenz im Juni 2016 die Bedeutung der wirtschaftlichen Situation Straffälliger für ihre Resozialisierung erörtert. Sie waren sich einig, dass die Konsolidierung der Vermögensverhältnisse einen wesentlichen Beitrag zur sozialen Stabilisierung und zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt leisten kann und zugleich die materielle Wiedergutmachung gegenüber dem Opfer befördert. Wie kann dieser Anspruch in der Praxis eingelöst werden? Welchen Aufgaben müssen der Strafvollzug, die Straffälligen- und Bewährungshilfe, sowie die Soziale Schuldnerberatung übernehmen? Welche Erfahrungen liegen vor und welche Konzepte sind erfolgreich? Die 2. Fachtagung „Schuldnerberatung in der Straffälligenhilfe“ will eine bundesweite Kommunikationsplattform zum Erfahrungsaustausch und zur Weiterentwicklung der Schuldnerberatung in Strafvollzug und Straffälligenhilfe bieten. Dazu laden wir alle in diesen Bereichen tätigen Kolleginnen und Kollegen ein.

Programm

Weitere Informationen und Anmeldung

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 29. November 2016 )
 
Die Würde sterbender Gefangene ist zu achten!
Dienstag, 11. Oktober 2016

Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung der Katholischen Bundes-Arbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe (KAGS) am 11.11.2016 in Frankfurt wurde folgende Erklärung verabschiedet:

„Staatlich befohlenes Sterben“ (Todesstrafe) ist auf dem Rückzug. Aber noch immer sterben Gefangene im staatlich verantworteten Raum der Gefängnisse. Würdiges Sterben heißt Sterben in Freiheit und Frieden. Freie Arztwahl, Wahl eines Seelsorgers des Vertrauens, Anwesenheit geliebter Menschen, die eigene Bestimmung des Sterbeortes und anderer Begleitumstände des Sterbens sind Gefangenen verwehrt. Sterben von Gefangenen verletzt daher ihre Menschenwürde und würdigt sie zu bloßen Objekten des Staates herab. Daher sprechen wir uns dafür aus, dass Gefangene, die im Sterben liegen, freigelassen werden. Wer trotzdem im Gefängnis sterben muss, soll dort mit einer Freilassungsweisung als freier Mensch unter annähernd menschenwürdigen Umständen sterben dürfen, weil der Staat keine Macht über Sterbende haben darf.

(Textentwurf: Prof. Dr. Rüdiger Wulf)

Zuvor diskutierten die Vertreter*innen der katholischen Straffälligenhilfe mit den Experten Prof. Dr Rüdiger Wulf, Universität Tübingen und Wilfried Weyl, ehemaliger Leiter des Gefängniskranken-hauses Butzbach, ob Sterben im Justizvollzug mit der Menschenwürde vereinbar sein kann. „Es ist wichtig sich über einen menschenwürdigen Umgang mit Sterbenden Gedanken zu machen“, sagte Lydia Halbhuber-Gassner, Vorsitzende der KAGS, „wir setzen uns daher dafür ein, dass sterbenskranken Gefangenen ermöglicht wird, selbst zu entscheiden, wo und mit wem sie ihre letzten Stunden verbringen.“ Auch die vor kurzem vorgestellten Handlungsempfehlungen zur CHARTA zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland fordern bedarfsgerechte Begleitung am Lebensende als Menschenrecht. „Eine Forderung, die wir uneingeschränkt unterstützen.“, so Halbhuber-Gassner.

Download der Pressemitteilung

Link zu den Handlungsempfehlungen

Letzte Aktualisierung ( Montag, 21. November 2016 )
 
Nicole Lehnert neu im Vorstand
Dienstag, 15. November 2016

Auf der Mitgliederversammlung der KAGS am 11.11.2016 in Frankfurt wurde Nicole Lehnert, Leiterin der Münchner Zentralstelle für Straffälligenhilfe, neu in den Vorstand der KAGS gewählt. Die Vorsitzende der KAGS, Lydia Halbhuber-Gassner, begrüßt Frau Lehnert. Sie freut sich auf eine gute Zusammenarbeit und dass mit Frau Lehnert eine weitere große katholische Straffälligenhilfeeinrichtung im Vorstand der KAGS vertreten ist.

 
Vorstand gratuliert Günter Danek
Dienstag, 15. November 2016

Günter Danek, langjähriges Vorstandsmitglied der KAGS feierte diesen Sommer seinen 70. Geburtstag. Der Vorstand gratulierte Herrn Danek im Rahmen seiner Herbstsitzung am 13.09.2016 in Frankfurt.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 15. November 2016 )
 
EFK-Projekt erhält Förderpreis
Mittwoch, 1. Juni 2016

Das Europäische Forum für angewandte Kriminalpolitik e.V. hat eine mit 5000€ dotierte Förderung im Rahmen der Initiative „On y va – auf geht’s – let’s go!“ erhalten.

Drei Wochen lang konnten die Besucher der Programmwebsite mitentscheiden, welche sechs Projektteams eine Förderung erhalten sollen. 21 Projekte standen zur Wahl und sie waren sehr vielfältig. Es waren Projekte

  • initiiert von Vereinen, Stadtverwaltungen, Städtepartnerschaftskomitees, Stiftungen, Privatpersonen und Schulen,
  • in den Bereichen Gesundheit, Geschichte, Europa, Umwelt, Soziales, Kunst und Bildung
  • von Institutionen aus Deutschland und Frankreich mit europäischen Partnern aus Österreich, Ungarn, Italien, Polen, Portugal, Bulgarien, Luxemburg, dem Vereinigten Königreich, Finnland, Spanien, der Tschechischen Republik und Belgien sowie zusätzlichen Partnern aus der Schweiz und der Ukraine.

2 944 Personen haben sich an der Online-Abstimmung beteiligt und ihre drei Lieblingsprojekte ausgewählt. Die rege Beteiligung zeigt, dass das Engagement von Bürgern in Europa geschätzt und wichtig ist. Sechs Teams haben eine On y va –Förderung in Höhe von maximal 5.000 € erhalten, darunter mit den meisten Stimmen das Netzwerk des Europäischen Forums für angewandte Kriminalpolitik e.V. (Germany), zusammen mit der Association Nationale des Visiteurs de Prison (France) und der National Association of Prison Visitors (United Kingdom) mit dem Projekt „Mehr Freiwillige für weniger Gewalt“.

Wir gratulieren dem EFK und danken allen unseren Mitgliedern, die sich an der Abstimmung beteiligt haben!

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. Juni 2016 )