EFK-Projekt erhält Förderpreis
Mittwoch, 1. Juni 2016

Das Europäische Forum für angewandte Kriminalpolitik e.V. hat eine mit 5000€ dotierte Förderung im Rahmen der Initiative „On y va – auf geht’s – let’s go!“ erhalten.

Drei Wochen lang konnten die Besucher der Programmwebsite mitentscheiden, welche sechs Projektteams eine Förderung erhalten sollen. 21 Projekte standen zur Wahl und sie waren sehr vielfältig. Es waren Projekte

  • initiiert von Vereinen, Stadtverwaltungen, Städtepartnerschaftskomitees, Stiftungen, Privatpersonen und Schulen,
  • in den Bereichen Gesundheit, Geschichte, Europa, Umwelt, Soziales, Kunst und Bildung
  • von Institutionen aus Deutschland und Frankreich mit europäischen Partnern aus Österreich, Ungarn, Italien, Polen, Portugal, Bulgarien, Luxemburg, dem Vereinigten Königreich, Finnland, Spanien, der Tschechischen Republik und Belgien sowie zusätzlichen Partnern aus der Schweiz und der Ukraine.

2 944 Personen haben sich an der Online-Abstimmung beteiligt und ihre drei Lieblingsprojekte ausgewählt. Die rege Beteiligung zeigt, dass das Engagement von Bürgern in Europa geschätzt und wichtig ist. Sechs Teams haben eine On y va –Förderung in Höhe von maximal 5.000 € erhalten, darunter mit den meisten Stimmen das Netzwerk des Europäischen Forums für angewandte Kriminalpolitik e.V. (Germany), zusammen mit der Association Nationale des Visiteurs de Prison (France) und der National Association of Prison Visitors (United Kingdom) mit dem Projekt „Mehr Freiwillige für weniger Gewalt“.

Wir gratulieren dem EFK und danken allen unseren Mitgliedern, die sich an der Abstimmung beteiligt haben!

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 1. Juni 2016 )
 
Fachtag Landesresozialisierungsgesetz - auch für Bayern?
Donnerstag, 12. Mai 2016

20. Juli 2016 in Nürnberg (Caritas Pirckheimer Haus)

Vor fast 30 Jahren scheiterte aus fiskalischen Gründen der Versuch, ein Resozialisierungsgesetz zu beschließen. Mit einem Entwurf für ein Landesresozialisierungsgesetz wird die Diskussion um die gesetzliche Ausgestaltung von Resozialisierung wieder aufgenommen. Der Diskussionsentwurf wurde im vergangenen Jahr von einer Gruppe renommierter Kriminologen veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht die organisatorische und inhaltliche Ausgestaltung der Vollstreckung von nichtfreiheitsentziehenden – ambulanten - Sanktionen und der Durchführung von Maßnahmen zur Resozialisierung straffällig gewordener Menschen.
Die Tagung wird veranstaltet von der LAG Freie Wohlfahrtspflege in Bayern.

Programm

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 12. Mai 2016 )
 
Frauen in Haft
Dienstag, 12. Januar 2016

Bundesweite Fachtagung am 11. Und 12. Juli in Vechta

Frauen in Haft - Spezielle Belastungen inhaftierter Frauen und mögliche Lösungswege

Kooperationsveranstaltung des Sozialdienstes katholischer Frauen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Frauenvollzug (BAG-F e.V. – Dr. Helga Eisele)

Bundestagung für ehrenamtliche und berufliche Mitarbeiter/innen in den Bereichen Straffälligenhilfe und Gefängnisseelsorge

Die Mehrzahl inhaftierter Frauen leidet unter erheblichen psychischen und physischen Belastungen, die überdurchschnittlich oft auf Misshandlungen und sexuellem Missbrauch schon in der Ursprungsfamilie zurückzuführen sind. Hinzu kommen nicht selten diagnostizierte und auch noch nicht erkannte psychische Störungen und Krankheitsbilder sowie der exzessive Gebrauch illegaler und legaler Suchtmittel. Die Inhaftierung kann zur Retraumatisierung führen, kann aber bei entsprechenden Hilfe- und Unterstützungsangeboten auch eine Chance für die Betroffenen sein.

Ein nicht zu unterschätzendes Problem ist darüber hinaus die Sorge um die Familie, vor allem um die Kinder. Mehr als die Hälfte der inhaftierten Frauen sind Mütter von mindestens einem Kind. Entsprechend der Bangkok-Resolution 65/229 (2010) muss ein zeitgemäßer und geschlechtergerechter Strafvollzug alle Beteiligten für die spezifischen Bedürfnisse und Erfordernisse im Umgang mit Frauen (und Männern) sensibilisieren.

 

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Gefängnisseelsorge erhält Menschenrechtspreis in Österreich
Dienstag, 12. Januar 2016

Traditionell verleiht das Land Oberösterreich rund um den 10. Dezember, dem Jahrestag der Deklaration der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen, den mit 8.000 Euro dotierten Menschenrechtspreis. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer überreichte am Donnerstag, 10. Dezember 2015, den Menschenrechtspreis 2015 an die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gefangenenseelsorge Oberösterreich in den oö. Justizanstalten aus der Katholischen und Evangelischen Kirche, Linz, und das Projekt „Miteinander in Großraming“ der Gemeinde Großraming im Linzer Landhaus .

Für zivilgesellschaftliches Engagement stehen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gefangenenseelsorge Oberösterreich aus der Katholischen und Evangelischen Kirche. „Sie begleiten Menschen im Strafvollzug in einer schwierigen Lebensphase und bereiten sie gleichzeitig auf die Zeit nach ihrer Entlassung vor. Geleitet werden sie dabei von einem Wort eines großen Oberösterreichers. Ich meine den früheren Bundespräsident Rudolf Kirchschläger, im Zivilberuf selbst Richter. Er hat einmal gesagt: ‚Es gibt keinen Menschen, über den man nicht auch etwas Gutes sagen kann.‘ Danke für Ihre Arbeit in diesem Geist!“, so der Landeshauptmann.

 

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Strafgefangene und ihre Angehörigen nicht alleine lassen
Montag, 29. Juni 2015

Auszug aus der Pressemeldung des SkF Gesamtverbandes vom 25.06.2015:

"Neben der konkreten Hilfe für Inhaftierte und ihre Angehörigen, bieten SkF Ortsvereine in allen Diensten und Einrichtungen Hilfen für Betroffene. Die frauenspezifische Straffälligenhilfe im SkF basiert auf einem ganzheitlichen, systemischen und individuellen Ansatz. „Wie schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Gründerinnen unseres Verbandes straffällig gewordene Frauen unterstützt haben, wenden wir uns auch heute den besonderen Problemlagen von Frauen im Strafvollzug und Angehörigen von Strafgefangenen zu“, sagte Bundesvorstandsmitglied und bayerische Landesgeschäftsführerin, Monika Meier-Pojda, zu Beginn der Debatte. „Die Haftbedingungen, geschlechtssensible medizinische Versorgung und vor allem der Umgang mit Schwangeren und Müttern, muss verbessert werden“, waren sich die Delegierten einig. Diese und weitere Forderungen werden im weiteren Verlauf des Jahres im SkF weiter konkretisiert."

Download der Pressemeldung.

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